Deutsche Bank

Personalbericht 2016

Transparente und nachhaltige Mitarbeitervergütung

Ein nachhaltiges Gleichgewicht zwischen Aktionärs- und Mitarbeiterinteressen ist ein wesentlicher Bestandteil der Strategie der Deutschen Bank. Daher wurde 2016 ein neues, global gültiges Vergütungsrahmenwerk eingeführt. Zielsetzung bei der Neukonzeption waren ein transparenterer Vergütungsansatz, die Beteiligung aller Mitarbeiter am wirtschaftlichen Ergebnis der Bank sowie eine stärkere Verknüpfung von nachhaltiger Leistung und Vergütung. Das neue Vergütungsrahmenwerk berücksichtigt die Wettbewerbsfähigkeit der Deutschen Bank als Arbeitgeber und steht zudem im Einklang mit den regulatorischen Anforderungen. Es gilt in Deutschland für außertarifliche Mitarbeiter und im Ausland für alle Mitarbeiter.

Das Vergütungsrahmenwerk legt im Sinne eines transparenten Vergütungsansatzes Referenzquoten für das Verhältnis von fixer zu variabler Vergütung je nach Verantwortungsstufe und Geschäftsbereich bzw. Infrastrukturfunktion fest. Die fixe Vergütung wurde für 2016 überprüft und gemäß diesen Referenzquoten ermittelt.

Zusätzlich besteht die variable Vergütung ab 2016 aus zwei Komponenten. Die erste, eine Gruppenkomponente, bezieht sich auf das Konzernergebnis der Deutschen Bank und verknüpft die individuelle Gesamtvergütung enger mit der Gesamtleistung des Unternehmens. Dies trägt der Tatsache Rechnung, dass jeder einzelne Mitarbeiter zu den Ergebnissen der Bank beiträgt. Die Gruppenkomponente wird auf Basis einer kleinen Anzahl von Erfolgskennzahlen bestimmt und ist abhängig von deren Entwicklung im Vergleich zu den strategischen Zielen der Bank. Zusammengenommen sind sie ein guter Indikator für die nachhaltige Leistung des Unternehmens. Die Kennzahlen werden von Aufsichtsbehörden, Investoren und der Öffentlichkeit genau beobachtet, da sie belegen, welche Fortschritte die Deutsche Bank bei der Umsetzung ihrer Strategie macht. Sie umfassen die harte Kernkapitalquote bei Vollumsetzung (Core Tier 1 ratio, fully loaded), die Verschuldungsquote (Leverage ratio), die bereinigten Kosten und die Eigenkapitalrendite nach Steuern, basierend auf dem materiellen Eigenkapital (RoTE). Weitere Informationen: Kapitel Ausblick (Geschäftsbericht 2016)

Die zweite Komponente der variablen Vergütung ist abhängig von bereichsspezifischen und individuellen Leistungen. Mitarbeiter haben je nach Bereich die Möglichkeit, eine Anerkennungsprämie oder eine individuelle variable Vergütung zu erhalten. Mitarbeiter ab der Verantwortungsstufe 3 (Ebene Vice President) haben generell die Möglichkeit, eine diskretionäre individuelle Komponente zu erhalten. Sie basiert weiterhin auf der Erreichung individueller Ziele und Erwartungen unter Berücksichtigung zahlreicher finanzieller und nicht finanzieller Faktoren, des Erfolgs und der Ergebnisse des jeweiligen Bereichs sowie der Tragfähigkeit für den Konzern (das heißt, was die Bank an variabler Vergütung im Einklang mit regulatorischen Anforderungen gewähren „kann“).

Außertarifliche Mitarbeiter auf Assistant Vice President-Ebene oder darunter haben grundsätzlich die Möglichkeit, eine Anerkennungsprämie zu erhalten, mit der herausragende Leistungen gewürdigt werden. Mitarbeiter können von ihrer Führungskraft für eine Anerkennungsprämie vorgeschlagen werden, wenn sie sich in einem über dem für ihre Rolle üblichen Maß engagiert haben. Für das Performance-Jahr 2016 gab es hierfür zwei Nominierungs- und Auszahlungsrunden.

Die durch das Rahmenwerk neu geschaffene Balance zwischen fixer und variabler Vergütung sowie die engere Verzahnung zwischen der variablen Vergütung und den Konzernergebnissen soll auf allen Ebenen der Bank zur Förderung nachhaltiger Leistung führen.

Im Januar 2017 gab die Deutsche Bank eine deutliche Kürzung der variablen Vergütung für das Geschäftsjahr 2016 bekannt – dies unter anderem aufgrund des Jahresergebnisses und der Tatsache, dass Aktionäre für 2016 nur eine Mindestdividende erhalten sollen. Mitarbeiter mit den Titeln Vice President, Director und Managing Director erhielten lediglich die Gruppenkomponente, jedoch keine individuelle variable Vergütungskomponente für das Geschäftsjahr 2016. Weitere Informationen: Vergütungsbericht 2016