Deutsche Bank

Personalbericht 2016

Nachwuchstalente gewinnen

Das Unternehmen setzt weiterhin einen Schwerpunkt darauf, Nachwuchstalente zu gewinnen. Im Jahr 2016 stellte das Unternehmen weltweit 813 Hochschulabsolventen ein (2015: 766), die ihr Nachwuchsprogramm mit einer Orientierungsveranstaltung im Juli begannen. Der Anstieg spiegelt das anhaltende Engagement der Bank für die Entwicklung junger Talente wider. Neben dem Austausch mit hochrangigen Führungskräften sowie Aktionen rund um die Unternehmenskultur und -werte der Bank gewannen die Teilnehmer bei zahlreichen Workshops Einblicke in die Geschäftsbereiche und Infrastrukturfunktionen. Nach der Einführungsveranstaltung nimmt die Graduate Class an einem online-basierten 12-monatigen Training teil, das auf den Werten und Überzeugungen der Bank basiert und die Teilnehmer mit den entsprechenden technischen sowie professionellen Fähigkeiten für einen erfolgreichen Berufsstart ausstattet. Der Frauenanteil in der Graduate Class 2016 beträgt 39 % (2015: 37 %).

Hochschulabsolventen eingestellt (2015: 766)

Auch bei der Rekrutierung von Hochschulabsolventen liegt das Augenmerk verstärkt auf technologiebezogenen Rollen. Damit setzt die Deutsche Bank ihre strategische Ausrichtung auf die Digitalisierung entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette fort. 23 % der Absolventen der Graduate Class 2016 traten in die Technologiebereiche der Bank ein, und 40 % davon sind Frauen.

Nachwuchskräfte

Die Deutsche Bank setzt auch bei der Gewinnung, Auswahl und Entwicklung von Hochschulabsolventen verstärkt auf einen digitalen Ansatz, bei dem neue Technologien, Lösungen und Denkweisen in die Prozesse eingebunden werden. Dadurch spricht die Bank diese spezifische Zielgruppe auf eine Weise an, die ihnen aus ihrem täglichen Leben vertraut ist, und trägt gleichzeitig zu notwendigen Kosteneinsparungen bei. Inzwischen nutzt die Deutsche Bank eine spezielle App, um mit Hochschulabsolventen in den Monaten vor ihrem Eintritt in das Unternehmen zu kommunizieren. So sollen die zukünftigen Mitarbeiter mit der Strategie, Entwicklung und Kultur der Bank vertraut gemacht und bereits vor dem Berufsstart enger an den künftigen Arbeitgeber gebunden werden. Daneben startete die Bank in Großbritannien ein Pilotprojekt, um anhand von öffentlich verfügbaren Social Media-Profilen geeignete Hochschulabsolventen zu finden und als Kandidaten aktiv anzusprechen – Kandidaten, die durch traditionelle Jobmessen an den Universitäten möglicherweise nicht erreicht werden können. Diese Vorgehensweise ist auch für Nordamerika und Asien vorgesehen.

Insgesamt hat die Bank ihre Präsenz in den sozialen Medien weiter ausgebaut und intensiviert, um über Karrieremöglichkeiten zu informieren und mit potenziellen Mitarbeitern in Kontakt zu treten. 2016 hatte sie von allen Banken weltweit die größte Karriere-Community bei Twitter und die zweitgrößte bei Facebook. Per Jahresende hatte sie insgesamt 736.879 Followers und Fans bei LinkedIn, Facebook und Twitter (2015: 627.000).

Berufsausbildung bei der Deutschen Bank

Die duale Berufsausbildung und das duale Studium bieten vor allem in Deutschland auch weiterhin eine Möglichkeit, junge Talente zu gewinnen. Sie unterstreichen das kontinuierliche Engagement der Deutschen Bank, Nachwuchskräfte zu entwickeln sowie die Attraktivität von Arbeitsplätzen im Bankensektor zu fördern.

Die duale Berufsausbildung in Deutschland teilt sich in aufeinander aufbauende Praxisphasen im Unternehmen sowie Theorieblöcke an einer Berufsschule auf und endet mit einem kaufmännischen Abschluss. Beim dualen Studium, das zu einem Bachelor-Abschluss führt, werden die Theoriebausteine über Semester an den Partnerhochschulen vermittelt, die Praxisphasen werden mit Vertiefungs- und Fokussierungsphasen in der Bank angereichert.

der Auszubildenden sind weiblich (2015: 44,6 %)

Im Verlauf der Programme können die Nachwuchskräfte nicht nur ihre fachlichen Kompetenzen in einem bestimmten Berufsfeld, sondern auch wichtige persönliche und soziale Kompetenzen erweitern, wie z.B. selbstbewusstes Auftreten und Verhandlungskompetenz. Im letzten Drittel der Ausbildung finden Veranstaltungen statt, bei denen sich diverse Bereiche der Bank zielgruppenorientiert vorstellen. Dies ermöglicht den Nachwuchskräften einen umfassenderen Blick auf das Unternehmen und fördert zudem die interne Karriereentwicklung.

Im Jahr 2016 stellte die Bank 741 neue Auszubildende ein (inkl. Postbank; 2015: 863); 419 Absolventen erhielten einen Anstellungsvertrag (2015: 475). Die Übernahmequote bei den Auszubildenden lag 2016 ohne Postbank bei 52 % (2015: 70 %). Die Anzahl der Auszubildenden und die Übernahmequote sanken 2016 aufgrund der laufenden Restrukturierung der Bank in Deutschland. Das Unternehmen bildet jedoch bewusst über seinen Eigenbedarf hinaus aus, um jungen Leuten eine hochqualitative Ausbildung und damit berufliche Chancen zu ermöglichen.

Auszubildende in Deutschland

 

2016

2015

2014

2013

2012

Anmerkung: Die duale Berufsausbildung wird nur in Deutschland angeboten. In anderen Ländern erfolgt die Nachwuchssicherung durch Hochschulabsolventen

*

Ohne Postbank

Anzahl Auszubildende

1.902

1.936

1.818

1.849

2.016

Anteil weibliche Auszubildende

46,0 %

44,6 %

45,8 %

46,1 %

48,0 %

Auszubildenden-Quote

3,9 %

4,0 %

3,8 %

3,8 %

4,0 %

Einstellung von Auszubildenden

741

863

832

655

Übernahme von Auszubildenden

419

475

489

488

Übernahmequote*

52 %

70 %

59 %

55 %

Aufwendungen für Berufsausbildung in Mio €

51

45

41

46

54

Ø Aufwendungen für Berufsausbildung je Mitarbeiter (Auszubildender) in Tsd €

30

27

26

27

28