Deutsche Bank

Personalbericht 2016

Restrukturierung im Rahmen der Unternehmensstrategie

Im Jahr 2016 war die Personalarbeit der Deutschen Bank weltweit geprägt von den Restrukturierungsmaßnahmen im Rahmen der Strategie der Bank, die sich über den reinen Stellenabbau hinaus auf die Mitarbeiter des Unternehmens auswirken. Dabei setzte das Unternehmen in bewährter Weise auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit seinen Sozialpartnern.

Weltweit sollen etwa 9.000 Stellen abgebaut werden, davon 4.000 in Deutschland, um den Konzern wettbewerbsfähiger zu machen. Im Verlauf des Jahres wurden die geplanten Umbaumaßnahmen in allen Geschäftsbereichen und Infrastrukturfunktionen gemeinsam mit Arbeitnehmervertretern in Deutschland in einem mehrstufigen Prozess beraten. Nach der Einigung über einen Rahmeninteressenausgleich und einen Rahmenmaßnahmensozialplan für die Strategie 2020 wurden im Anschluss daran die jeweiligen Teilinteressenausgleiche für die betroffenen Bereiche in drei Etappen verhandelt und im Oktober 2016 abgeschlossen.

In einem ersten Schritt betraf dies vor allem die Neuausrichtung des Geschäfts mit Privat-, Vermögens- und Firmenkunden, sowie die Infrastrukturfunktionen Finanzen und Risiko und die Transaktionsbank. Unter anderem wurde ein Abbau von rund 3.000 Stellen beschlossen.

Im zweiten und dritten Schritt wurden die geplanten Veränderungen in der Infrastrukturfunktion Chief Operating Office sowie in der Personalabteilung, in der Kommunikationsabteilung, in der Vermögensverwaltung (Deutsche Asset Management), im Kapitalmarktgeschäft, im Beratungs- und Finanzierungsgeschäft mit Unternehmen (Corporate Finance) und in der volkswirtschaftlichen Abteilung (DB Research) verhandelt. Im Oktober wurde die abschließende Einigung mit dem Konzern- und Gesamtbetriebsrat in Deutschland über alle für 2016 geplanten Interessenausgleiche zum Stellenabbau im Heimatmarkt erreicht.

Auch international kommt die Deutsche Bank mit ihrer Neuaufstellung und dem Stellenabbau voran. Dazu gehört auch der Verkauf von Tochtergesellschaften in Argentinien, Mexiko, den USA und Großbritannien, sowie die Schließung von Länderrepräsentanzen.

Zum 31. Dezember 2016 beschäftigte die Bank insgesamt 99.744 Mitarbeiter, verglichen mit 101.104 zum 31. Dezember 2015. Das Unternehmen berechnet seine Mitarbeiterzahlen auf Basis von Vollzeitkräften, das heißt, Teilzeitkräfte sind in diesen Zahlen entsprechend der vereinbarten Arbeitszeit mit eingerechnet.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Anzahl der Vollzeitkräfte zum 31. Dezember 2016.

Entwicklung der Mitarbeiterzahl nach Bereichen

Vollzeitkräfte, in Tsd

2016

2015

2014

2013

2012

Zeitarbeitskräfte (Contractors und Agency/Temps, ohne Postbank) per Dez 2016: 7,7 Tsd (Dez 2015: 7,5 Tsd; Dez 2014: 7,8 Tsd)

Global Markets

4,7

4,9

5,1

5,2

5,2

Corporate & Investment Banking

7,1

7,4

7,2

7,2

7,6

Private, Wealth & Commercial Clients

24,5

25,7

25,7

26,2

26,6

Deutsche Asset Management

2,5

2,7

2,6

2,6

2,4

Postbank

18,1

18,7

18,7

18,2

18,6

Non-Core Operations Unit

0,1

0,1

0,2

1,4

1,4

Infrastructure/Regional Management

42,6

41,6

38,6

37,4

36,3

Insgesamt

99,7

101,1

98,1

98,3

98,2

Erläuterungen zu den Veränderungen in den einzelnen Bereichen:

  • Kapitalmarktgeschäft (Global Markets) (-185; -3,8 %): Abbau insbesondere aufgrund eines reduzierten Engagements in Indien, den USA, Lateinamerika und Russland;
  • Unternehmens- und Investmentbank (Corporate & Investment Banking, CIB) (-244; -3,3 %): Abbau vor allem aufgrund der Entwicklung in Corporate Finance (-161; -5,2 %) und Global Transaction Banking (-84; -2,0 %);
  • Geschäft mit Privat-, Vermögens- und Firmenkunden (Private, Wealth & Commercial Clients, PW&CC) (-1.156; -4,5 %): Abbau aufgrund von Reduktionen vor allem in Deutschland und aufgrund der Veräußerung des Brokerage-Geschäfts Private Client Services in den USA;
  • Vermögensverwaltung (Deutsche Asset Management) (-157; -5,8 %): Abbau insbesondere aufgrund der Entwicklung in den USA und Großbritannien und der Veräußerung der Deutsche Asset Management (India);
  • Postbank (-547; -2,9 %): Abbau aufgrund von Reduktionen im Filialgeschäft;
  • Abbaueinheit (Non-Core Operations Unit) (-25; -17,4 %): Abbau vor allem aufgrund von Personalreduzierungen in Non-Core Operations, die sich auf das Investment Banking beziehen – die NCOU wurde per Ende 2016 planmäßig geschlossen;
  • Infrastrukturbereiche (+953; +2,3 %): planmäßiger Personalaufbau im Rahmen der Unternehmensstrategie vor allem aufgrund der Internalisierung von geschäftskritischen externen Rollen (+2.105) insbesondere in der IT sowie der Verstärkung der Kontrollfunktionen (+521), zum Beispiel Compliance, der Abteilung für den Kampf gegen Finanzkriminalität (Anti-Financial Crime), im Risikomanagement und in der Konzernrevision. Dieser Trend wurde teilweise kompensiert durch Personalreduktionen (-1.673) vor allem in anderen COO-Bereichen, in den Finanz- und Personalbereichen.

Entwicklung der Mitarbeiterzahl nach Regionen

Vollzeitkräfte, in Tsd

2016

2015

2014

2013

2012

Deutschland

44,6

45,8

45,4

46,4

46,3

Europa (ohne Deutschland), Naher Osten und Afrika

24,1

23,8

23,1

23,2

23,8

Nord- und Südamerika

11,0

11,4

10,7

10,3

10,3

Asien-Pazifik

20,1

20,1

19,0

18,4

17,8

Insgesamt

99,7

101,1

98,1

98,3

98,2

Die Zahl der Mitarbeiter sank im Jahr 2016 um 1.360, oder 1,3 %, im Zuge der Umsetzung der strategischen Ziele. In den verschiedenen Regionen wirkten hier unterschiedliche Maßnahmen:

  • Deutschland (-1.157; -2,5 %): Abbau bedingt durch die Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen, insbesondere in PW&CC;
  • Nordamerika (-230; -2,1 %): Abbau insbesondere aufgrund der Veräußerung des Private Client Services-Geschäfts in PW&CC;
  • Lateinamerika (-222; -37,3 %): Abbau vor allem durch die Umsetzung der Lokationsstrategie;
  • EMEA ohne Deutschland (+295; +1,2 %): Mitarbeiteraufbau vor allem in Großbritannien durch die Internalisierung, d. h. Einstellung von ursprünglich externen Mitarbeitern, im Bereich Chief Operating Office, sowie die Stärkung von Kontrollfunktionen wie zum Beispiel Compliance, der Abteilung für den Kampf gegen Finanzkriminalität (AFC), den Risikofunktionen und der Konzernrevision.