Deutsche Bank

Personalbericht 2017

Gesundheit und Sicherheit

Das Gesundheitsangebot für unsere Mitarbeiter (ohne Postbank) umfasst im Wesentlichen medizinische Vorsorgeuntersuchungen, die alle relevanten Bereiche der Vorsorge abdecken: physisches und psychisches Wohlergehen, Fitness und Ernährung. Mit dem „Check-up“-Programm beispielsweise bieten wir allen Mitarbeitern der Bank ab dem 40. Lebensjahr sowie allen Führungskräften der oberen beiden Managementebenen altersunabhängig eine intensive physische und psychische präventivmedizinische Untersuchung an. Im Jahr 2017 wurden insgesamt 3.741 Untersuchungen durchgeführt (2016: 4.601), bei einer Teilnahmequote von 48,7 % beim „Check-up 40+“ (2016: 59,9 %) und 52,3 % beim „Führungskräfte-Check up“ (2016: 50,8 %). Eine Längsschnittbetrachtung zeigt, dass sich bei den Teilnehmern wesentliche Gesundheitsparameter (zum Beispiel Blutdruck, Cholesterin, Rauchabstinenz, Ernährung, Fitness) nachhaltig verbesserten. Die Gesundheitsquote unserer Mitarbeitern lag 2017 bei 94,2 %, weitgehend stabil im Vergleich zum Vorjahr (2016: 94,3 %).

Vorsorgeprogramm

Vollzeitkräfte, in %

2017

2016

2015

2014

2013

Deutschland ohne insbesondere Postbank

Führungskräfte-Check-up

537

530

522

421

509

Anteil in % der Anspruchsberechtigten

52,3 %

50,8 %

49,5 %

42,4 %

51,7 %

Mitarbeiter-Check-up 40+

3.204

4.071

3.277

2.437

2.970

Anteil in % der Anspruchsberechtigten

48,7 %

59,9 %

50,3 %

39,5 %

48,5 %

Insgesamt

3.741

4.601

3.799

2.858

3.479

Im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Gesundheits- und Sicherheitsüberprüfungen wird seit 2015 auch untersucht, inwieweit Mitarbeiter am Arbeitsplatz psychischen Fehlbelastungen ausgesetzt sind. Die zentrale Arbeitsgruppe zu diesem Thema beschäftigte sich 2017 mit 129 angezeigten potenziellen Fällen (2016: 75) und veranlasste oder begleitete im Jahresverlauf entsprechende Verbesserungsmaßnahmen. Darüber hinaus machte die Bank am „World Mental Health Day“ am 10. Oktober 2017 an verschiedenen Standorten auf das Thema psychische Gesundheit am Arbeitsplatz aufmerksam.

Das „Employee Assistance Program“ (EAP) unterstützt Mitarbeiter in schwierigen Situationen in ihrem Privat- oder Berufsleben. Vertrauliche Hotlines mit Psychologen oder Psychotherapeuten bieten rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche Beratung, wie zu familiären Anliegen oder zur Stressbewältigung und anderen Themen. Das in vielen Ländern wie Deutschland, Großbritannien, den USA, Japan und Hongkong verfügbare Programm kommt auch bei externen Krisen zum Einsatz – wie zum Beispiel im Falle von Naturkatastrophen, Epidemien oder anderen Bedrohungen der öffentlichen Sicherheit.

Die durchschnittliche Inanspruchnahme des EAP in Deutschland lag in den vergangenen Jahren bei etwa 1,4 % und damit auf ähnlichem Niveau wie bei anderen Kunden des beauftragten Dienstleisters (Neufälle 2017: 383; 2016: 452). Die Restrukturierungen des Jahres 2016 führten zu einem Anstieg von 9 % im Vergleich zu 2015, für das Jahr 2017 ist ein Rückgang von 15,4 % im Vergleich zu 2016 zu verzeichnen. Am Ende des individuellen Beratungsprozesses erhöhte sich die Quote der Leistungsfähigkeit der Teilnehmer von 32 % auf 65 % (Kategorien: Von dem Problem nicht mehr / Nur noch leicht beeinträchtigt). Zwei Drittel aller Fälle haben primär einen privaten Hintergrund.

Die Postbank hat ein eigenständiges integriertes betriebliches Gesundheitsmanagement aufgebaut. Sie stellt ein vielfältiges Angebot bereit, das von individueller Beratung zu spezifischen Gesundheitsfragen über kurze effektive Übungseinheiten am Arbeitsplatz bis zu individuellen und dauerhaften Kursangeboten mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten reicht. Auch eine kostenlose Grippeschutzimpfung gehört dazu. An den 13 Großstandorten der Postbank gibt es zentrale „Ansprechpartner Gesundheit“, die Beratung und konkrete Hilfe vermitteln.

Das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) gemäß § 84 Absatz 2 Sozialgesetzbuch IX in Deutschland ist seit jeher ein Bestandteil unserer Gesundheits- und Arbeitskultur. Die Deutsche Bank möchte die Bedeutung des Themas als ein wichtiges Instrument der betrieblichen Beschäftigungssicherung und -förderung unterstreichen. Das BEM richtet sich an alle Mitarbeiter, die innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig sind. Ziel des BEM ist es, ausgehend von der individuellen Situation des Mitarbeiters, gemeinsam frühzeitig zu klären, wie ein Wiedereinstieg ins Arbeitsleben gut gelingen kann. Die Maßnahmen der Wiedereingliederung sind vielfältig. So gehört zum Beispiel die von vielen Ärzten und Krankenkassen empfohlene stufenweise Wiedereingliederung (so genanntes Hamburger Modell) dazu, das heißt ein schrittweises Heranführen an die volle Beschäftigungsfähigkeit. Im Jahr 2017 haben wir so 429 Mitarbeiter stufenweise wieder eingegliedert (2016: 549).

Gesundheitsquote (Deutschland)

 

2017

2016

2015

2014

2013

Gesundheitsquote: 100 – ((Summe Krankheitstage x 100) / Summe Sollarbeitstage)

Ohne insbesondere Postbank und BHF (veräußert 2014). DB Investment Services 2016 erstmals einbezogen, Sal. Oppenheim 2015 erstmals einbezogen

In %

94,2 %

94,3 %

94,8 %

94,9 %

94,9 %

Sicherheit am Arbeitsplatz

Die Deutsche Bank hat ihren Arbeits- und Gesundheitsschutz 2017 weiter verbessert und dabei einen besonderen Schwerpunkt auf die Steuerung sowie den Einsatz von Ressourcen und der Technik bei der Planung und Umsetzung geeigneter Maßnahmen gelegt. Dabei arbeitete die Bank eng mit verschiedenen Gremien zusammen, von internen Programmen wie der zweiten Verteidigungslinie („Second Line of Defense“) bis hin zu Regierungsbehörden. In Deutschland wurde der Arbeits- und Gesundheitsschutz der Bank 2017 von staatlicher Seite positiv beurteilt.

Wir überprüfen die regulatorischen Anforderungen regelmäßig. Das kann dazu führen, dass interne Standards in der gesamten Organisation angepasst werden. Aktuelle Beispiele dafür sind Gesetzesänderungen in Deutschland beim Arbeitsschutz, Mutterschutz und bei der Betriebssicherheit, die konzernweit Auswirkungen haben – von der Filiale in Deutschland bis hin zur operativen Einheit in Indien.

In direktem Zusammenhang mit regulatorischen Gegebenheiten steht auch die Anforderung, Gesundheits- und Sicherheitsrisiken einzugrenzen. Dazu gehört es, Mitarbeiter vor Antritt einer Dienstreise angemessen vorzubereiten und den Brandschutz in den Räumlichkeiten der Bank zu organisieren. In der Region Asien-Pazifik wurde 2017 eine neue Brandschutzanalyse eingeführt. Sie soll 2018 als Modell für den gesamten Konzern dienen. Außerdem wurde die Schulung zum Arbeits-, Brand- und Gesundheitsschutz auf weitere Länder wie Luxemburg und die Niederlande ausgedehnt. Das Vorbild ist hier Deutschland, wo das Training gesetzlich vorgeschrieben ist. Wir wollen es 2018 noch weiter ausrollen.

Eine Kernaufgabe des Gesundheits- und Arbeitsschutzes ist auch, Unfälle am Arbeitsplatz zu registrieren und die Ursachen zu analysieren. Statistische Aufzeichnungen weltweit zeigen einen deutlichen Rückgang bei Unfällen am Arbeitsplatz. Zudem handelt es sich hauptsächlich um relativ geringfügige Vorfälle wie Ausrutschen, Stolpern oder Stürze, die glücklicherweise zumeist glimpflich verlaufen. Ein Großteil der Unfälle ereignete sich 2017 auf dem Arbeitsweg. In Deutschland lag die Anzahl der Unfälle am Arbeitsplatz auf dem Niveau des Vorjahres.