Deutsche Bank

Personalbericht 2017

Mitarbeiter mit Behinderung unterstützen

Unser Engagement für Vielfalt umfasst auch die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Die Bank möchte schwerbehinderten und gleichgestellten Mitarbeitern ermöglichen, uneingeschränkt am Arbeitsleben teilzunehmen. Sie unternimmt viel, um die Rechte von behinderten Menschen, ihre gesellschaftliche Teilhabe, Selbstbestimmung und Einbeziehung in das Arbeitsleben zu sichern und sie nicht auszugrenzen. So wird beispielsweise neben dem bedarfsgerechten, mit individuellen Hilfsmitteln gestalteten Arbeitsplatz auch besonderes Augenmerk auf barrierefreie Gebäudezugänge, Ausgestaltung von Aufzügen, Behinderten-WCs und Parkmöglichkeiten gelegt. Neben flexiblen und reduzierten Arbeitszeitmodellen haben schwerbehinderte Menschen die Möglichkeit, sich von Mehrarbeit freistellen zu lassen und pro Jahr sechs Tage Sonderurlaub in Anspruch zu nehmen.

Behindertenanteil (Deutschland)

 

2017

2016

2015

2014

2013

Postbank rückwirkend seit 2013 einbezogen, DB Investment Services 2016 erstmals einbezogen, Sal. Oppenheim 2015 erstmals einbezogen, 2013 ohne BHF (veräußert 2014).

Besetzte Pflichtarbeitsplätze einschließlich Gleichgestellte in % Gesamtpersonal

5,7 %

5,6 %

5,4 %

5,2 %

5,1 %

Der Anteil der schwerbehinderten und gleichgestellten Mitarbeiter der Bank lag zum Jahresende 2017 bei 5,7 % in Deutschland (2016: 5,6 %). Unterstützt werden diese Mitarbeiter durch die Vertrauenspersonen schwerbehinderter Menschen und den Personalbereich. Gleichzeitig sichert die Bank externe Arbeitsplätze behinderter Menschen durch die erfolgreiche und langjährige Zusammenarbeit mit der Genossenschaft der Werkstätten (GDW). Über die GDW werden Aufträge der Deutschen Bank koordiniert und in zahlreichen Behindertenwerkstätten bearbeitet – von der Digitalisierung über Druck- und Kopierarbeiten, Aktenvernichtung und Entsorgung von Elektrogeräten bis zu Stempelfertigung und Pflanzenpflege.

Bankintern befasst sich das Mitarbeiternetzwerk „dbEnable“ mit den Themen Behinderung und Integration am Arbeitsplatz, mit Gruppen in Großbritannien, Indien und Singapur. Die britische Gruppe befasst sich gezielt mit dem Schwerpunkt psychische Gesundheit. Sie veröffentlichte 2017 eine zweite Serie der „This is Me“-Videos, in denen Mitarbeiter ihre ganz persönlichen Erfahrungen diesbezüglich teilen. Die Videos wurden bereits über 15.000 mal aufgerufen. Eine globale Arbeitsgruppe arbeitet derzeit daran, das Thema weiter in den Fokus zu rücken.

In Singapur erhielten die integrativen Bemühungen der Deutschen Bank 2017 die Anerkennung von „SGEnable“, einer staatlichen Behörde zur Förderung und Unterstützung von Menschen mit Behinderungen. Darüber hinaus wurde die Bank im Juli mit dem „Achievement Award – Innovation Project“ im Rahmen der zum vierten Mal verliehenen „Enabling Employees Awards“ gewürdigt.

In Großbritannien blickt das zukunftsweisende Praktikumsprogramm für Menschen mit Autismus auf ein erfolgreiches zweites Jahr zurück. Fünf Praktikantenverträge wurden verlängert; im Vorjahr waren fünf ehemalige Praktikanten in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen worden. Das Programm wurde in Kooperation mit der Forschungsstiftung Autistica entwickelt und umfasst ein spezielles Training für Manager zum Umgang mit Menschen, die mit Autismus leben, sowie einen neuen Raum für Vorstellungsgespräche, der speziell auf deren Bedürfnisse ausgerichtet ist.